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Top Burgunderweine und -sekt ausgezeichnet

09/18/2013

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat in diesem Jahr zum ersten Mal den besten Burgunder-Sekt sowie erneut die herausragenden Weiß-, Grau- und Spätburgunderweine aus der DLG-Bundesweinprämierung mit einem Sonderpreis geehrt.


Verleihung DWI-Burgunder-Sonderpreis der DLG-Bundesweinprämierung
 
Verleihung DWI-Burgunder-Sonderpreis der DLG-Bundesweinprämierung: v.l.n.r. Heinrich und Sylvia Männle, Martina und Hilarius Reinhardt,Deutsche Weinkönigin Nadine Poss, Kurt G. Freund, Walter Brahner, DWI-Geschäftsführerin Monika Reule, Monika und Jürgen Wilker.
Abdruck honorarfrei, Quelle: www.deutscheweine.de
 

Der Preis für den besten Burgunder-Sekt des Jahres ging an die Pfälzer Sektkellerei Martinushof aus Niederkirchen für ihren 2011er Pinot Blanc de Noir Brut. Für seinen2012er Weißburgunder „Nr. 1“ wurden die Vier Jahreszeiten Winzer aus Bad Dürkheim ausgezeichnet. Das Weingut Wilker aus Pleisweiler-Oberhofen in der Pfalz stellte mit dem 2012er Grauer Burgunder Schlossberg den Siegerwein und als besten Spätburgunder des Wettbewerbs prämierte das DWI die 2010er Spätburgunder Spätlese trocken von alten Reben aus der Lage Durbacher Kochberg, vom Weingut Heinrich Männle im badischen Durbach.

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Eine Jury aus Weinexperten und Medienvertetern hatte zuvor die Sieger aus einer Auswahl der besten Burgunderweine und -sekte des DLG-Wettbewerbs gekürt. Insgesamt hatten in diesem Jahr 417 Spätburgunder, 293 Grauburgunder, 276 Weißburgunder sowie 63 Burgunder­sekte an der Bundesweinprämierung teilgenommen.

Die Urkunden wurden am 17. September in Mainz durch die neue Deutsche Weinkönigin Nadine Poss an die Preisträger überreicht. DWI-Geschäftsführerin Monika Reuleerläuterte im Rahmen der Preisverleihung, dass im vergangenen Jahrbundesweit rund 9,3 Millionen Liter Sekt nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt und qualitätsgeprüft wurden, was etwa einem Prozent der deutschen Weinmosternte entspricht. „Mit der erstmaligen Verleihung unseres Sonderpreises für den besten Burgundersekt wollen wir das Augenmerk der Verbraucher stärker auf dieses hochwertige und oftmals unterschätzte Produktsegment lenken. Die Burgundersekte erfreuen sich hierzulande zudem wachsender Beliebtheit“, so Reule.

Aber auch im Weinbereich nehmen die Burgundersorten einen immer größeren Stellenwert ein. So ist die Rebfläche von Spät-, Grau- und Weißburgunder seit dem Jahr 2000 um 45 Prozent auf über 21.000 Hektar angewachsen und nimmt mittlerweile rund ein Fünftel der Gesamtrebfläche ein.

Mit diesen Sorten stehen die deutschen Erzeuger zudem auch im internationalen Anbauvergleich sehr gut da. „Deutschland ist der größte Weißburgunderproduzent der Welt und mit dem Anbau von Spät- und Grauburgunder stehen wir global gesehen auf Platz drei“, betonte die DWI-Chefin. Aufgrund der sehr guten klimatischen Bedingungen sei hierzulande außerdem die Produktion von Burgundern in allen Stilrichtungen möglich, von fruchtbetonten Basisweinen bis hin zu komplexen im Barrique ausgebauten Burgundern, was der heimischen Weinwirtschaft eine gute Ausgangsposition am Markt verschaffe, so Reule.

Aus diesem Grund nimmt das Deutsche Weininstitut seit einigen Jahren die Burgunder verstärkt in seine nationalen und internationalen Kommunikations- und Marketing­maßnahmen auf. Dazu zählen so genannte „Pinot Trio“ - Präsentationen insbesondere in Skandinavien und den USA oder auch Vergleichsproben von heimischen und auswärtigen Spätburgundern, wie etwa im Januar 2013 die „Pinot Noir Challenge“ in Hongkong. Im Rahmen dieser verdeckten Verkostung von je 20 inter­nationalen und deutschen Spätburgunder-Weinen kamen acht der besten zehn Weine aus deutschen Weinregionen.

Die Vorzüge der heimischen Burgunderweine und Sekte werden nicht nur im eigenen Land zunehmend erkannt. In einigenAuslandsmärkten wie etwaNorwegen erfreut sich unter anderem der Grau- und Spätburgunder einer wachsenden Nachfrage und auch in der US-Spitzen­gastronomie findet man immer häufiger Weine des Burgunder-Trios auf den Karten.

Unterstützt wird diese positive Entwicklung durch das gute Abschneiden dieser Sorten auf internationalen Weinwett­bewerben. So ging aktuell die Trophy für den weltweit besten Pinot Noir der diesjährigen „Decanter World Wine Awards“ an einen Spätburgunder von der Ahr.