Details

Der besondere Reiz alter Jahrgänge

03/07/2007

Ob bei der Verlobung eine Flasche Wein aus dem Geburtsjahr von Braut oder Bräutigam entkorkt wird oder bei der Silberhochzeit der Wein von der Hochzeit vor 25 Jahren auf dem Tisch steht - der Genuss alter Weine ist ein besonderes Vergnügen.Doch welcher Wein ist für die lange Aufbewahrung geeignet? Ist nicht jeder Wein ein Individualist mit unterschiedlicher Lebenserwartung?


Ob bei der Verlobung eine Flasche Wein aus dem Geburtsjahr von Braut oder Bräutigam entkorkt wird oder bei der Silberhochzeit der Wein von der Hochzeit vor 25 Jahren auf dem Tisch steht - der Genuss alter Weine ist ein besonderes Vergnügen.Doch welcher Wein ist für die lange Aufbewahrung geeignet? Ist nicht Hierzu ist zu sagen, dass Weine umso länger haltbar sind, je höher ihre Qualität ist.
Maßgeblich ist insbesondere der Gehalt an Alkohol, Süße, Säure und - beim Rotwein – an Gerbstoff. Dabei kommt es auf die Summe dieser Inhaltsstoffe an. Das heißt edelsüße Spezialitäten wie Trockenbeerenauslesen oder Eisweine, die auch noch eine frische Säure mitbringen und im Alkoholgehalt nicht allzu niedrig sind, können unbesehen 20 Jahre oder noch länger aufbewahrt werden. Sie entwickeln ihre volle Reife und Eleganz oft erst nach einigen Jahren und sind ganz besondere Geschenke zu ganz besonderen Anlässen.

Ebenfalls Jahrzehnte haltbar sind hochwertige Rotweine mit einem hohen Gerbstoffanteil und Alkoholgehalten von 13 vol.% oder mehr, insbesondere wenn sie auch noch im Barrique-Fass gereift sind. Der Jahrgang 2003 bietet von diesen Weinen eine besonders große Auswahl.

Basisqualitäten trockener Weine sollten innerhalb von zwei bis drei Jahren getrunken werden. Im Premiumbereich sind bei trockenen Weinen auch fünf bis zehn Jahre kein Problem. Bei lieblichen Spät- und Auslesen - insbesondere von der Sorte Riesling - kann man den Vorrat unbesorgt noch etwas länger pflegen.

 

Beim Einkauf von Weinen, die für eine längere Lagerung gedacht sind, empfiehlt es sich, eher ein wenig mehr einzukaufen. Denn es ist ungemein spannend in Abständen von einigen Jahren den gleichen Wein immer mal wieder zu probieren und seine Reifeentwicklung zu verfolgen.

Weinlagerung – gewusst wie
Für die Lagerung bekommt dem Wein ein kühler, feuchter Keller am besten der auch geruchsneutral, dunkel und erschütterungsfrei sein sollte. Ideal für die Weinlagerung ist eine möglichst konstante Temperatur die bestenfalls bei 10 – 12 Grad Celsius liegt. Für den Profi empfiehlt sich natürlich alternativ ein Weinklimaschrank, der die idealen Bedingungen des Weinkellers simuliert.

Doch es geht auch einfacher. Wer solche Idealbedingungen nicht hat, braucht nicht auf einen kleinen Weinvorrat zu verzichten. Ein kühler Platz in der Wohnung, wo die Temperaturen nicht all zu sehr schwanken, tut es auch. Oft ist dies, auch wenn es sich im ersten Moment seltsam anhört, das Schlafzimmer. Unter dem Bett findet sich immer ein Plätzchen für einige Flaschen guten Wein.

Grundsätzlich gilt, dass der Wein umso schneller reift, je höher die Umgebungstemperatur ist. Dauerhafte Temperaturen über 20 Grad Celsius sind in jedem Fall ungeeignet. Starke Geruchs- oder Lichteinwirkung sollte man möglichst ebenfalls vermeiden. 

Wer sich mit dem Thema "reife Weine" etwas näher befassen möchte, findet hier im Online-Shop einen mehrseitigen Flyer, der als Einstiegslektüre hilfreich ist. Er informiert auf mehreren Seiten über die Qualitätstufen bei Wein, Rebsorten, die besonders geeignet dafür sind, länger aufbewahrt zu werden und praktische Tipps für das Weinlager. Der Flyer kann kostenlos angefordert werden.