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Weinjahrgang 2011 lässt keine Wünsche offen

03/09/2012

Die deutschen Weinerzeuger freuen sich über einen sehr guten Jahrgang 2011, der am 17. Januar dieses Jahres in vielen Anbaugebieten sogar noch von einer Eisweinlese gekrönt werden konnte.


Der Gesamterntemenge aus dem Weinjahr 2011 liegt nach den letzten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes bei ca. 9.6 Mio. Hektolitern. Damit bewegt sie sich leicht über dem Durchschnittsnniveau der letzten zehn Jahre und 35 Prozent über dem des außergewöhnlich geringen Vorjahresertrages von 7,1 Mio. Hektolitern.

Nach Auffassung der Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule, passt der Jahrgang insgesamt gesehen sehr gut in das aktuelle Marktgeschehen: „Nach der sehr kleinen 2010er Weinernte waren die Keller gut geräumt und die Nachfrage konnte nicht in allen Fällen in vollem Umfang befriedigt werden. Wir freuen uns, mit dem Jahrgang 2011 wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.“ Reule betonte weiterhin, dass aufgrund der guten Erntemenge und Angebotssituation in diesem Jahr mit weitgehend stabilen Weinpreisen zu rechnen sei.

Qualitativ gesehen, lässt der Jahrgang 2011 keine Wünsche offen. Dank des Bilderbuchherbstes erreichte ein großer Teil der Ernte das Prädikatsweinniveau. "Die Weinfreunde bekommen beim 2011er viel Wein fürs Geld und können bei allen Qualitätsstufen auf ein großes Angebot zurückgreifen", so die DWI-Chefin.

Geschmacklich präsentieren sich die jungen Weißweine bereits ausgesprochen fruchtig, harmonisch und gut ausbalanciert. Ihr Aroma ist von der vollen Reife des Jahrgangs geprägt. Bei den Rotweinen können sich die Verbraucher auf farbintensive und dichte Tropfen freuen. Der herrliche Spätsommer hat zudem außergewöhnlich gute edelsüße Spezialitäten hervorgebracht. "Dieser tolle Jahrgang 2011 wird nicht nur im eigenen Land sondern auch international für große Aufmerksamkeit sorgen", ist sich Monika Reule sicher.

Prognostizierte Weinmosterntemengen in den deutschen Anbaugebieten 2011

 

Anbaugebiet

 
 

Ernteschätzung 2011 in hl

 
 

Ahr

 
 

47.000

 
 

Baden

 
 

1.446.000

 
 

Franken

 
 

477.000

 
 

Hess. Bergstraße

 
 

34.000

 
 

Mittelrhein

 
 

39.000

 
 

Mosel

 
 

987.000

 
 

Nahe

 
 

396.000

 
 

Pfalz

 
 

2.257.000

 
 

Rheingau

 
 

258.000

 
 

Rheinhessen

 
 

2.704.000

 
 

Saale-Unstrut

 
 

57.000

 
 

Sachsen

 
 

22.000

 
 

Württemberg

 
 

929.000

 
 

Deutschland

 
 

9.653.000

 

(Statistisches Bundesamt - Stand: Dezember.2011)