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Weinexport mit Wertsteigerung

03/18/2014

Der Umsatz mit deutschen Weinen auf den weltweiten Exportmärkten hat sich 2013 insgesamt gesehen positiv entwickelt. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der internationalen Weinmesse ProWein bekannt gab, wurden im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Hektoliter Wein im Wert von 334 Millionen Euro exportiert.


Dies entspricht einer Wertsteigerung von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittspreis legte im Mittel um fünf Prozent auf 2,58 €/l zu.

Die exportierten Weinmengen bewegten sich mit einem leichten Minus von einem Prozent nahezu auf dem Vorjahresniveau. Die Qualitätsweine machen drei Viertel der Exportmenge aus. Sie wurden im Durchschnitt zum Preis von 2,83 €/l ausgeführt, wobei hier nach einzelnen Märkten zu differenzieren ist. "Die Exportzahlen zeigen, dass wir mit unserer Strategie, die Wertschöpfung und nicht die Ausfuhrmengen zu steigern, erfolgreich sind", erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. "Um diese Entwicklung weiter zu forcieren, konzentrieren wir uns mit unseren Exportaktivitäten verstärkt auf den Fachhandel und die Gastronomie und versuchen im Lebensmittelhandel höherwertige Weine zu positionieren", so die DWI-Chefin.

Exporte deutscher Weine, Wertanteile (Quelle: Deutsches Weininstitut)

Die deutschen Weine werden zusammen genommen in 137 Länder dieser Welt exportiert. Ein Viertel des gesamten Exportwertes wird davon in den USA erlöst. Dazu hat sehr stark die Riesling Renaissance der letzten Dekade beigetragen. Ein dynamisches Wachstum erfahren derzeit die skandinavischen Märkte, in denen neben dem Riesling auch immer öfter andere Weißweinsorten, aber mittlerweile auch schon deutsche Spätburgunderweine nachgefragt werden. Trotz der relativ geringen Einwohnerzahlen hat ganz Skandinavien einen Anteil von 15 Prozent am Exportumsatz, der 2013 sowohl in Norwegen wie auch in Schweden und Finnland erneut gestiegen ist.

Unter positiven Vorzeichen stehen auch die Exporte in die Niederlande, Nummer Zwei in der deutschen Exportstatistik. Zwölf Prozent der gesamten Exporterlöse werden in dem Nachbarland mit diversen Rebsortenweinen erzielt. Sie legten im vergangenen Jahr noch einmal um 14 Prozent zu. 

Die höchsten Durchschnittspreise erlösen die deutschen Weinexporteure in den asiatischen Märkten, allen voran Japan, China und Hongkong. Diese drei Länder haben zwar nur einen Anteil von 5,6 Prozent an der Weinausfuhrmenge, kommen aber aufgrund eines gemittelten Preises von 4,33 € pro Liter auf einen Anteil von über neun Prozent am Exportwert.

Dahin exportieren die deutschen Winzer (Grafik-Download)

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