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Weinernte 2009 höher als Prognose

04/21/2010

Die Weinmosternte 2009 ist nach Bekanntgabe der endgültigen Ernteergebnisse um drei Prozent höher ausgefallen als noch im November letzten Jahres prognostiziert wurde.


Weinlese 2009, reduzierte Menge bei höchster QualitätWie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der Datenbasis des Deutschen Weinbauverbandes sowie des Statistischen Bundesamtes bekannt gibt, beläuft sich die Gesamt­deutsche Weinernte­menge des Jahrgangs 2009 auf 9,14 Millionen Hektoliter. Dieses Ernteergebnis liegt8,6 Prozent unter dem des Vorjahres sowie 7,3 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel.

Aufgrund der sehr guten Witterungsverhältnisse des vergangenen Jahres hatten 53 Prozent der eingebrachten Trauben Prädikatsweinniveau. Weitere 43 Prozent waren für die Qualitätsweinproduktion geeignet. Der Anteil von Landwein und Weinen der neuen Bezeichnungskategorie „Deutscher Wein“ ohne nähere Herkunftsbezeichnung beläuft sich zusammen genommen lediglich auf vier Prozent.

„Der Jahrgang 2009wird damit seinem Ruf als Spitzenjahrgang absolut gerecht. Er hat Weine mit einem außergewöhnlich guten Preis-Genuss-Verhältnis hervor­gebracht und wird sowohl bezüglich der Mengen als auch der Qualitäten als marktgerecht angesehen“, erklärt DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Europaweit bewegt sich die Weinproduktion von 2009 nach jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommission mit 164,6 Millionen Hektolitern vier Prozent unter dem Vorjahres­niveau und zehn Prozent unter dem langjährigen Mittel. 

Weinmosterntemengen in den deutschen Weinbau­gebieten 2009:

 

Anbaugebiet

 
 

Erntemenge 2009

 
 

Differenz zu 2008 (%)

in %

 
 

Ahr

 
 

33.000 hl

 
 

-23

 
 

Baden

 
 

1.204.000 hl

 
 

-13

 
 

Franken

 
 

450.000 hl

 
 

-3

 
 

Hessische Bergstraße

 
 

31.000 hl

 
 

-17

 
 

Mittelrhein

 
 

28.000 hl

 
 

-23

 
 

Mosel

 
 

814.000 hl

 
 

-10

 
 

Nahe

 
 

313.000 hl

 
 

-18

 
 

Pfalz

 
 

2.353.000 hl

 
 

-2

 
 

Rheingau

 
 

216.000 hl

 
 

-22

 
 

Rheinhessen

 
 

2.557.000 hl

 
 

-11

 
 

Saale-Unstrut

 
 

 25.000 hl

 
 

-54

 
 

Sachsen

 
 

10.000 hl

 
 

-63

 
 

Württemberg

 
 

1.101.000 hl

 
 

-3

 
 

Deutschland gesamt:

 
 

9.139.000 hl

 
 

-8,6

 

Quelle: Destatis / DWV