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Schweizer entdecken deutsche Weine

05/27/2009

Die Schweiz ist ein wachsender Markt für deutsche Weine. Für 2008 konnte ein Exportplus von über zwei Prozent verzeichnet werden. Das steigende Interesse der Schweizer an Riesling, Pinot noir und anderen Kreszenzen aus Deutschland in den letzten Jahren war ausschlaggebend für das Deutsche Weininstitut (DWI), ein eigenes Informationsbüro in Zürich zu eröffnen.


 

„Es war an der Zeit, in der Schweiz mit einem eigenen Büro an den Start zu gehen, um für die Wein-Profis und privaten Weinliebhaber vor Ort eine Anlaufstelle für alle Anfragen rund um unsere Weine und ihre dreizehn Anbauregionen zu schaffen“, erläutert der DWI-Leiter Marketing Steffen Schindler.

 

Zahlreiche Aktivitäten

Das deutsche Informationsbüro hat für 2009 bereits zahlreiche Aktivitäten im Programm. Zum einen sind dies Themenseminare für Handel und Gastronomie in Zürich und Bern, bei denen im Rahmen einer geführten Verkostung die aktuelle Entwicklung der deutschen Rieslinge gezeigt wird. Zusätzlich soll der Nachwuchs in der Gastronomie bereits in der Ausbildung Gelegenheit haben, die spannende Vielfalt deutscher Weine kennen zu lernen. So wird das Schulungsangebot an Hotelfachschulen ausgebaut, eine Maßnahme, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich an der Hotelfachschule in Luzern durchgeführt wird.

 

Neben den Weinprofis stehen auch die privaten Weinliebhaber im Fokus. Zur schnellen Information über aktuelle Themen und Veranstaltungen zu deutschen Weinen in der Schweiz wird beispielsweise eine eigene Homepage aufgebaut. Doch Probieren geht über Studieren: Im Herbst werden Weinfreunde die Gelegenheit haben, deutsche Weine unkompliziert kennen zu lernen. In Planung ist eine Aktion mit der Zürcher Gastronomie sowie Seminare auf etablierten Weinmessen wie der Expovina in Zürich oder der Berner Weinmesse.

 

Deutsche Weine, allen voran Rieslinge und Pinot noirs, müssen den internationalen Vergleich nicht scheuen. Zählten die Pinot noirs bereits im letzten Jahr u.a. beim internationalen Spätburgunderwettbewerb „Mondial du Pinot Noir“ und den „Decanter World Wine Awards“ zu den Gewinnern, sorgen aktuell die Rieslinge für Begeisterung. In einer Verkostung europäischer Rieslinge aus Deutschland, Österreich und dem Elsass in der SonntagsZeitung schnitten die deutschen Vertreter in allen Kategorien sehr gut ab und stellten mit die Mehrheit unter den Top Ten. Ein Riesling des Weinguts Reichsrat von Buhl aus der Pfalz erhielt mit 19 von 20 möglichen Punkten die beste Bewertung der gesamten Verkostung. Top-Bewertungen vergab auch Bruce Sanderson, Chefverkoster des führenden US-Weinmagazins Wine Spectator, bei seiner Degustation von 700 deutschen Rieslingen des Jahrgangs 2007. 55 Prozent der Weine attestiert er eine außergewöhnliche Qualität (90 bis 94 Punkte), 50 Weine stuft er gar in die höchste Kategorie ein.