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Pinot: Deutschland weltweit unter Top 3

05/21/2012

Im Windschatten des Riesling, für den Deutschland weltweit Anerkennung erfährt, haben heimische Burgunder-Rebsorten einen Platz auf dem medialen Siegertreppchen erklommen. Insbesondere Spätburgunder (Pinot Noir) aus deutschen Anbaugebieten sorgt international wegen herausragender Qualitäten zunehmend für Schlagzeilen. Ein Ergebnis des langjährigen Qualitätsstrebens deutscher Winzer.


source: Wines of GermanyAuch bei Grau- und Weißburgunder (Pinot Gris /-Blanc) spielt Deutschland weltweit eine wichtige Rolle unter den Top 3, wie aktuelle Statistiken belegen (kl. Abweichungen durch Rundungen möglich).

Seit 1964 hat sich die mit Spätburgunder bestockte Rebfläche Deutschlands von 1.839 ha auf 11.756 ha entwickelt.

2011 war in Deutschland eine Fläche von 102.096 ha mit Keltertraubenrebsorten bestockt, die sich auf 65.570 ha weiße und 36.526 ha rote Rebsorten verteilt.

Vor knapp 40 Jahren sah dies noch ganz anders aus: 1964 belief sich die Gesamtrebfläche nur auf 66.685 ha, mit einem Rotweinanteil von lediglich 15 Prozent, bzw. 9.906 ha.

source: Wines of GermanyMaßgeblich an dem zwischenzeitlichen Rotweinboom beteiligt, waren die Sorten Spätburgunder und Dornfelder. Seit 1964 hat sich die mit Spätburgunder bestockte Rebfläche von 1.839 ha auf 11.756 ha entwickelt.

Der Dornfelder taucht zum ersten Mal 1979 mit 124 ha in der Rebflächenstatistik auf und erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 2005 mit 8.259 ha. 2011 waren noch 8.009 ha mit Dornfelder bepflanzt.

Deutschlands wichtigste Sorte Riesling legte seit 1964 im Anbau mit 5.552 ha um rund ein Drittel auf 22.636 ha zu.

Die Offizialstatistik weist derzeit 99 Rebsorten (63 weiße, 36 rote) mit ihren jeweiligen Rebflächenanteilen aus. Die weniger bedeutsamen werden unter "andere Rebsorten" anonym und nur summarisch erfasst. source: Wines of Germany

Die Top-6 der Rebsorten bedeckten im vergangenen Jahr rund 63 Prozent der bundesweiten Rebfläche. Dazu zählen neben dem Riesling, der nahezu ein Viertel des Anbaus ausmacht, der Müller-Thurgau mit 13.374 ha auf Platz Zwei, gefolgt von Spätburgunder, Dornfelder, Silvaner (5.185 ha) und Grauburgunder (4.859 ha).

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Mehr: Zahlen und Statistiken (download-Bereich rechtsseitig)

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