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Neue Strategie für das deutsche Weinmarketing

10/17/2007

Das Deutsche Weininstitut (DWI) wird sich ab dem kommenden Jahr strategisch neu ausrichten. Die zunächst auf fünf Jahre ausgelegte neue Strategie basiert auf den Empfehlungen einer Strategiekommission aus den Reihen des Deutschen Weinfonds sowie auf aktuellen Ergebnissen quantitativer und qualitativer Marktuntersuchungen.



Monika Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), formulierte als wichtigstes Ziel für das Gemeinschaftsmarketing: „Die Weinfreunde im In- und Ausland sollen wissen, dass deutsche Weine zu den besten der Welt gehören und in ihrer Art einzigartig sind. Außerdem ist es uns wichtig, dass Deutschland – auch im eigenen Land - als eine Weinbaunation wahrgenommen wird, in der unser Wein ein wichtiger Teil der Kultur und des modernen Lebensstils ist.“

Um diese Ziele zu erreichen, sollen künftig gemeinsame Kommunikationsschwerpunkte für das In- und Ausland definiert und klare, aufeinander abgestimmte Kommunikations- und Marketingkonzepte entwickelt werden. Wie bereits im Ausland werden künftig auch im Inland Schwerpunktregionen festgelegt. Hier soll insbesondere die Endverbraucheransprache mit gezielten Aktionen und Maßnahmen intensiviert werden. Weiterhin sollen zur Verstärkung der eigenen Kommunikation neue strategische Partnerschaften geschlossen und insbesondere auf EU-Ebene bestehende Kooperations- und Förderprogramme stärker in Anspruch genommen werden. 
 
Monika Reule betont zudem: „Uns ist es sehr wichtig intensiver als bisher mit den Gebietsweinwerbungen zusammenzuarbeiten; hier sehen wir noch ein großes Potenzial für Synergien.“ Generell setzt das DWI künftig im In- und Ausland stärker auf Eventmarketing, das den Wein selbst in den Mittelpunkt stellt. Die klassische Anzeigenwerbung soll zugunsten anderer Werbeformen reduziert werden. Verstärkt werden soll der gesamte Kommunikationsbereich, sowohl nach außen als auch nach innen. Dazu gehört auch der Ausbau der Pressearbeit sowie der Online-Kommunikation.
Als Kommunikationsschwerpunkte stellt das DWI in den nächsten fünf Jahren die Rebsorten in Verbindung mit den Weinregionen sowie Kultur und Lifestyle in den Mittelpunkt.

Hauptzielgruppen bleiben die Bereiche Gastronomie und Handel, die über neue Konzepte noch stärker in die Marketingaktivitäten eingebunden werden sollen sowie die Medien und andere Multiplikatoren. Im Bereich der Endverbraucheransprache steht der Kreis der Weinfreunde mit einem modern gehobenen Lebensstil im Vordergrund.

Die Struktur folgt der Strategie
Monika Reule erläuterte, dass die künftige Strategie auch strukturelle Anpassungen im Deutschen Weininstitut nach sich ziehen werde: „Wir werden die derzeitige Trennung von In- und Auslandsmarketing im DWI aufheben und die bisherigen Bereiche und Stabsstellen in fünf horizontal vernetzte Abteilungen gliedern.“

Die Geschäftsführerin führte weiter aus, dass ein Beirat ‚Marketing und Kommunikation’ neu gegründet werde, der an die Stelle der bestehenden Werbe- und Exportbeiräte trete. Um die Zusammenarbeit mit den Gebietsweinwerbungen effizienter zu gestalten und zu intensivieren, sollen zukünftig die in unterschiedlichen Gremien und Kreisen verteilten Aufgaben auf den Koordinierungsausschuss konzentriert werden, in dem alle 13 Anbaugebiete vertreten sind. Die Position des Ausschusses als Beratungsgremium wird damit gestärkt. Im Bereich der Innenkommunikation mit der Weinwirtschaft will das DWI sein Service- und Beratungsangebot ausbauen.

Monika Reule sieht das DWI mit der neuen Strategie für die nächsten Jahre gut aufgestellt: „Wir haben nach vielen Gesprächen und konstruktiven Diskussionen nun eine solide Basis für die weitere Stärkung des deutschen Weins im In- und Ausland gelegt. In den nächsten Wochen werden wir die strategischen Ansätze mit Leben füllen.“