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Neue Exportmärkte für deutsche Weine

07/05/2007

Am 4. Juli 2007 beriet der Exportbeirat des Deutschen Weininstituts (DWI) gemeinsam mit den Vertretern seiner Auslandsbüros über die aktuelle Situation und die zukünftige Marketingmaßnahmen für den deutschen Weinexport. Dabei wurde beschlossen, dass sich das DWI im kommenden Jahr zusätzlich zu den zwölf bestehenden Auslandsmärkten in drei weiteren Ländern engagiert, und zwar in Irland, Polen und der Schweiz.


Am 4. Juli 2007 beriet der Exportbeirat des Deutschen Weininstituts (DWI) gemeinsam mit den Vertretern seiner Auslandsbüros über die aktuelle Situation und die zukünftige Marketingmaßnahmen für den deutschen Weinexport. Dabei wurde beschlossen, dass sich das DWI im kommenden Jahr zusätzlich zu den zwölf bestehenden Auslandsmärkten in drei weiteren Ländern engagiert, und zwar in Irland, Polen und der Schweiz.

„In diesen Ländern sehen wir ein größeres Wachstumspotenzial für unsere Weine. Außerdem kann man in diesen vergleichsweise kleinen Märkten auch mit geringen Budgets etwas bewegen“, erläuterte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Rund 70 % des Auslandsetats werden allerdings unverändert in die vier traditionell großen Exportmärkte Großbritannien, USA, Niederlande und Japan investiert. Darüber hinaus engagiert sich die Gemeinschaftswerbung erneut in Kanada, Belgien, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Russland und Korea.

China und Indien sieht das DWI ebenfalls als interessante Zukunftsmärkte an, die intensiv beobachtet werden. Es gibt auch bereits erfolgreiche Geschäftsbeziehungen deutscher Exporteure dorthin. Ein DWI-Engagement ist in diesen Ländern vorerst nicht geplant, da man dort mit wesentlich größeren Budgets auftreten müsste, als dies die derzeitige Mittelverteilung zulässt.

Multiplikatoren für deutsche Weine begeistern
Für alle Aktivitäten im Ausland gilt es, die Zielgruppe der Meinungsbildner und Multiplikatoren aus Handel, Gastronomie und Medien verstärkt für deutsche Weine zu gewinnen. Das DWI-Auslandsmarketing konzentriert sich dabei auf die Imagebildung und Absatzförderung im Mittelpreis- und Spitzenweinsegment. „Ziel unserer Auslandsmarketingaktivitäten ist in Zukunft nicht mehr die Exportmengen sondern der Exporterlöse zu steigern. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir bei gleichzeitigem Anstieg der In- und Auslandsnachfrage mit unseren verfügbaren Weinmengen in Deutschland relativ schnell an Grenzen stoßen können“, sagte Monika Reule.

In den absatzstarken ausländischen Supermärkten komme es besonders darauf an, die meist wenig über Wein informierten Kunden mit ansprechender Optik, klaren Bezeichnungen und einem angemessenen Preis-Genuss-Verhältnis die Aufmerksamkeit auf den deutschen Wein zu lenken.

Riesling hat Türen geöffnet
Die Leitrebsorte in der weltweiten DWI-Kommunikation wird auch im kommenden Jahr der Riesling sein. Er hat den deutschen Weinen insgesamt die Türen sehr weit geöffnet, so dass nun auch das Interesse an anderen Rebsorten aus Deutschland steigt. Dies gilt insbesondere für den Spätburgunder, der sich qualitativ mit anderen Herkünften problemlos messen kann. Von dieser Sorte stehen auch ausreichende Mengen zur Verfügung, denn Deutschland ist nach Frankreich und den USA drittgrößter Produzent weltweit. Zudem ergänzt Spätburgunder sehr gut den Riesling im Rotweinsektor, denn beide Rebsorten liegen derzeit international stark im Trend. Sie reagieren beide auch sehr deutlich auf das Terroir, benötigen ein kühles Klima, sind vom Stil her eher fruchtbetont und hervorragende Menübegleiter.

Maßnahmen zur Image- und Absatzförderung
In der internationalen Kommunikation richtet das DWI den Fokus schon seit einiger Zeit verstärkt auf das Weinerlebnis und weniger auf edukative Inhalte. Dies erfolgt beispielsweise durch die Einbindung der jungen Winzergeneration, die unter dem Titel „Generation Riesling“ das Image des deutschen Weinbaus dynamisiert und weiter verjüngt.

Für Medienvertreter Sommeliers und Händler aus aller Welt werden auch im kommenden Jahr wieder über 40 Informationsreisen in die deutschen Anbaugebiete durchgeführt. Themenschwerpunkte werden z.B. die moderne Lifestyleküche, gereifte Weinjahrgänge oder Oenotourismus sein.

Darüber hinaus organisiert das DWI im kommenden Jahr Gemeinschaftsbeteiligungen für deutsche Aussteller, z.B. auf der für den asiatischen Raum bedeutenden Weinmesse Vinexpo in Hongkong, betreut Besuchergruppen aus aller Welt im Umfeld der ProWein oder schafft mit dem Riesling & Co.-Room auf der London International Wine & Spirits Fair ein Schaufenster für deutsche Weine.

Die erfolgreiche „Riesling & Co. Worldtour“ mit Weinpräsentationen von bis zu 70 deutschen Ausstellern wird auch in 2008 Fachleuten von San Francisco bis Tokio den deutschen Wein im wahrsten Sinne des Wortes näher bringen. Alle Aktionen werden von PR-Maßnahmen, Pressemeldungen und -– konferenzen ebenso begleitet wie von Internet¬seiten zum deutschen Wein in zehn verschiedenen Sprachen.

Kontinuität zahlt sich aus
„Die kontinuierlichen Exportzuwächse bestätigen uns darin, die strategischen Ansätze der letzten Jahren gemeinsam mit den Weinerzeugern weiter zu verfolgen“, bilanzierte Monika Reule.