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Gute Qualitäten - kleine Menge

10/29/2013

Trotz der außergewöhnlichen Witterungsbedingungen dieses Jahres sind die deutschen Weinerzeuger mit den bisher geernteten Qualitäten des Weinjahrgangs 2013 zufrieden. Kurz vor dem Abschluss der Weinlese zeichnet sich jedoch ab, dass die Gesamterntemenge etwas unter den Erwartungen liegen wird.


Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, werden in diesem Jahr nach den neuesten Schätzungen bundesweit nur etwa 8,4 Millionen Hektoliter Weinmost geerntet. Damit läge der Ertrag sieben Prozent unter dem des Vorjahres und neun Prozent unter dem zehnjährigen Mittel von 9,26 Millionen Hektolitern.

Allerdings fallen die Ernteergebnisse rebsorten- und witterungsbedingt in den einzelnen Anbaugebieten sehr unterschiedlich aus. So rechnet man beispielsweise in Rheinhessen, Franken sowie Sachsen mit einem mittleren Ertrag auf Vorjahresniveau. An der Ahr und Saale-Unstrut kommt man nach kleinen 2012er Ernten mit einem Plus von 30 beziehungsweise 48 Prozent wieder auf einen Durchschnittsertrag. In den übrigen Regionen liegen die Prognosen dagegen deutlich unter dem Ergebnis von 2012 oder wie an der Mosel 25 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Von daher wurden in einigen Anbaugebieten bereits Preisanpassungen angekündigt.

Wie DWI-Geschäftsführerin Monika Reule erläutert, hätten ungünstige Witterungsbedingungen während der Rebblüte bereits im Juni insbesondere bei den Burgundersorten zu einem geringeren Fruchtansatz geführt. Ertragsmindernd wirkten sich zudem die qualitätsfördernden Selektions­maßnahmen während der Traubenlese aus.

„Der vergleichsweise späte Lesezeitpunkt dieses Jahres war hingegen sehr positiv für die Aromaausprägung in den Trauben. Die Jungweine präsentieren sich bereits sehr fruchtbetont und überwiegend moderat im Alkoholgehalt, wie sie der Markt derzeit verlangt“, so Reule. 

Prognostizierte Weinmosterntemengen 2013(Stand: 28.10.13) 

 

Anbaugebiet

 
 

Ernteschätzung

2013 (hl)

 
 

Differenz zu

2012  (%)

 
 

Differenz zum

10-jährigen Mittel (%)

 
 

Ahr

 
 

39 000

 
 

+ 30

 
 

- 5

 
 

Baden

 
 

1 000 000

 
 

- 14

 
 

- 21

 
 

Franken

 
 

470 000

 
 

+/- 0

 
 

+ 6

 
 

Hess. Bergstraße

 
 

25 000

 
 

- 17

 
 

- 19

 
 

Mittelrhein

 
 

25 000

 
 

- 7

 
 

- 22

 
 

Mosel

 
 

670 000

 
 

+/- 0

 
 

- 25

 
 

Nahe

 
 

290 000

 
 

- 6

 
 

- 15

 
 

Pfalz

 
 

2 100 000

 
 

- 11

 
 

- 6

 
 

Rheingau

 
 

200 000

 
 

- 13

 
 

- 17

 
 

Rheinhessen

 
 

2 600000

 
 

+/- 0

 
 

+ 1

 
 

Saale-Unstrut

 
 

40 000

 
 

+ 48

 
 

+/- 0

 
 

Sachsen

 
 

20 000

 
 

+/- 0

 
 

+ 5

 
 

Württemberg

 
 

925 000

 
 

- 19

 
 

- 18

 
 

Deutschland ges.

 
 

8 404 000

 
 

- 7

 
 

- 9