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Deutsche Weinexporte wachsen weiter

03/12/2008

Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) stiegen 2007 die Weinexporte aus Deutschland im Vergleich zum Vorjahr im Umsatz um 13 % auf 635 Mio. € und mengenmäßig um 8 % auf 3,13 Mio. Dies gab die Geschäftsführerin des DWI, Monika Reule, im Vorfeld der internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf bekannt.


Besonders erfreulich sei der gesteigerte Durchschnittserlös von 2,03 € pro Liter exportiertem Wein. Allerdings seien in den ausgeführten Weinmengen auch zu etwa einem Drittel ausländische Weine enthalten, die von deutschen Kellereien reexportiert wurden.

Sortimentswechsel in Großbritannien
Mit einem Exportvolumen von 805.000 Hektolitern im Wert von 141 Mio. € wird rund ein Viertel der Weine aus Deutschland nach Großbritannien ausgeführt. Ein kontinuierlicher Sortimentswechsel in Richtung des Mittelpreissegments ist dafür verantwortlich, dass 2007 der Absatz im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,4 % zurückging, der Umsatz jedoch deutlich um 10 % gestiegen ist.

Riesling sorgt für Wachstum in USA
Die stetig steigende Nachfrage nach Riesling hat in den USA dafür gesorgt, dass die deutschen Winzer 2007 ihren Umsatz um 10 % und den Absatz um 2 % steigern konnten. Deutschland steht mit einem Importwert von 142 Mio. $ an siebter Stelle der US-Weinimportländer. Dies entspricht einer Verdreifachung des Umsatzes seit 2002. Insgesamt wurden rund 300.000 Hektoliter Wein – fast ausschließlich von der Sorte Riesling - in diesen sehr dynamisch wachsenden Weinmarkt exportiert. Hervorzuheben ist zudem der vergleichsweise hohe Preis von durchschnittlich 3,55 € pro Liter.

Weißwein-Marktführerschaft in Norwegen ausgebaut
Zweistellig sind 2007 auch die Exportumsätze in den weiteren wichtigen Exportländern Niederlande (+ 12 %), Norwegen (+ 27 %) und Schweden (+ 34 %) gewachsen. In Norwegen konnten die deutschen Anbieter ihre Marktführerschaft im Weißweinbereich weiter ausbauen.

Die DWI-Geschäftsführerin sieht die deutsche Weinwirtschaft auf einem guten Weg, diese Exporterfolge weiter auszubauen. Sie betonte aber gleichzeitig, dass die zu exportierenden Weinmengen bei einer gleichzeitig steigenden Inlandsnachfrage nach heimischem Wein natürlich begrenzt sind. Von daher sei es nicht das vorrangige Ziel zukünftig immer mehr Wein zu exportieren, sondern die Wertschöpfung der ausgeführten Weine zu erhöhen.