Details

Deutsche Weine liegen im Trend

01/27/2006

Die Verbraucher greifen am Weinregal wieder öfter zu deutschen Weinen. Dies geht aus den GFK-Marktdaten hervor, die im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) erhoben wurden.


Die Verbraucher greifen am Weinregal wieder öfter zu deutschen Weinen. Dies geht aus den Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor, die im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) erhoben wurden. Danach haben die privaten Haushalte im Lebensmittelhandel, inklusive der Discounter, im vergangenen Jahr fünf Prozent mehr Wein deutscher Herkunft eingekauft als 2004.
Weine ausländischer Herkunft gingen dagegen im Einkaufsvolumen um zwei Prozent zurück. Der gesamte Weinmarkt ist im gleichen Zeitraum in der Menge leicht gewachsen. DWI-Geschäftsführer Armin Göring freut sich, dass dieses Wachstum im Wesentlichen dem Absatz deutscher Weine zugute gekommen ist. „Diese Zahlen bestätigen einen allgemein festzustellenden Trend zu einer größeren Wertschätzung unserer Weine“, betont Armin Göring.

Weinpreise sinken
Die Durchschnittspreise, die 2005 im Handel für Wein erzielt wurden, waren leicht rückläufig. Sie gaben für Wein insgesamt um sieben Cent auf 2,32 € pro Liter nach. Für den deutschen Wein zahlten die Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,41 €/l (- 12 Cent), im Vergleich zu 2,27 €/l (- 4 Cent) für Auslandsweine.
Die Preisnachlässe führten über alle Herkünfte gesehen zu einem Rückgang von zwei Prozent im Wert der eingekauften Weine. Die deutschen Erzeuger konnten aufgrund der erzielten Absatzsteigerungen den Umsatz stabil halten. Die ausländischen Mitbewerber mussten einen Umsatzverlust von 4 % hinnehmen.
Die Marktanteile für deutsche Weine haben sich im Handel ebenfalls positiv entwickelt. Sie lagen 2005 bei 37 % im Wert (+ 1 %) und rund 36 % in der Menge (+ 1,6 %). Der Direktbezug vom Erzeuger ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

Rotweinkonsum stabilisiert sich auf hohem Niveau
Der Rotweinkonsum in Deutschland lag mit einem Anteil von 55,5 % im vergangenen Jahr in etwa auf dem Niveau von 2004 (55,0 %). Die Weißweine kommen auf einen Marktanteil von 36,3 % und Roseweine auf 8,2 %.
Insbesondere deutscher Rotwein, der mit den Sorten Spätburgunder und Dornfelder stark im Handel vertreten ist, trifft den Geschmack der Weinfreunde. Er hat im heimischen Markt mittlerweile einen Anteil von 37,5 % an den eingekauften Weinen deutscher Herkunft erreicht. Rechnet man noch den Anteil von 10,6 % deutscher Roseweine hinzu, wurden somit nahezu 50 % der Weine deutscher Herkunft aus roten Trauben gekeltert.