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Aufbruchstimmung für deutsche Weine in Japan

07/12/2005

Imagebildung durch „Deutschland in Japan Jahr“ / DWI bündelt Maßnahmen


Der Weinmarkt in Japan hat sich 2004 nach der schwierigen Wirtschaftslage der vergangenen Jahre wieder weitestgehend stabilisiert. Nach Absatzrückgängen von rund 16 % in den Jahren 1999 – 2003 hoffen die Importeure für die kommenden Monate wieder auf einen steigenden Weinkonsum. Die Lager in Japan sind gut gefüllt, denn trotz des geringeren Absatzes sind die aus aller Welt importierten Weinmengen in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Die Weine aus Deutschland hatten 2004 einen Marktanteil von 3,6 %.
Für die deutschen Exporteure ist Japan bei Umsätzen von 20,9 Mio. EUR im 12-Monatszeitraum bis April 2005 der viertwichtigste Auslandsmarkt. Sie konnten dort von allen anderen Exportmärkten mit 3,57 €/Liter den höchsten Durchschnittspreis erzielen und diesen sogar noch um 34 Cent/Liter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Die gleichzeitig zu verzeichnenden absoluten Mengen- und Wertverluste von 21 % bzw. 13 % sind auf den Absatzrückgang einiger Markenweine zurückzuführen, die bei den japanischen Konsumenten nicht mehr dem modernen Geschmacksprofil bezüglich Inhalt und Ausstattung ensprechen.
„Wir verzeichnen derzeit in Japan einen Trend, der sich von vormals lieblichen zu trockenen Weiß- und Rotweinen bewegt. Hiervon können die neuen harmonisch trockenen Weißweine aus Deutschland profitieren“, so die Einschätzung von Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts (DWI). „Wir konzentrieren uns in unserer Kommunikation auf die Leitrebsorte Riesling, da wir bereits erste Anzeichen erkennen, dass der Rieslingboom aus USA mittlerweile auch Japan erreicht. Mit unseren Aktivitäten sprechen wir besonders die wichtige Zielgruppe der 30-40 jährigen und unter ihnen vornehmlich die weiblichen Konsumenten an“, so Armin Göring weiter.

Das sogenannte „Deutschland in Japan Jahr“ 2005/2006 nimmt das DWI zum Anlass, die deutschen Weine in einem modernen Umfeld zu präsentieren und sie durch zahlreiche Aktivitäten und Kampagnen insbesondere im attraktiven Mittel- und Hochpreissegment zu positionieren. Ganz konkret sind dafür beispielsweise Verkaufsförderungsaktionen in Kaufhäusern sowie Riesling-Promotions in der Gastronomie geplant, die von Lifestyle-Magazinen redaktionell begleitet werden.

Für Armin Göring sind im bedeutenden japanischen Supermarktsektor neue Impulse nötig, um das Vertrauen der Importeure und Konsumenten zurückzugewinnen und sie von dem guten Preis-Genussverhältnis deutscher Weine zu überzeugen.